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Der Inhalt des ersten Oratoriums von Mozart - The content - le Contenu


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Heute erzähle ich euch über den Inhalt des ersten Oratoriums von Mozart!

Grundsätzlich besteht das Oratorium aus fünf Hauptfiguren. Vier davon sind allegorische Figuren, nämlich die Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, der Christgeist, als drei allegorische Figuren, die die Dreieinigkeit symbolisieren sollen und dem Weltgeist, der den Gegner symbolisieren soll. Die einzige menschliche Figur ist „Der Christ“.

Hier möchte ich euch kurz erklären, was eine Allegorie ist, für diejenigen, die diesen Begriff schon lange nicht mehr gehört haben oder vielleicht zum ersten Mal hören.

Allegorie kommt von altgriechischen ἀλληγορία allegoría ‚andere/verschleierte Sprache‘, von ἄλλος állos ‚anders‘, ‚verschieden‘ und ἀγορεύω agoreúo‚eindringlich sprechen, eine öffentliche Aussage machen‘ und ἀγορά agora‚Versammlung‘) ist eine Form indirekter Aussage, bei der eine Sache (Ding, Person, Vorgang) aufgrund von Ähnlichkeits- oder Verwandtschaftsbeziehungen als Zeichen einer anderen Sache (Ding, Person, Vorgang, abstrakter Begriff) eingesetzt wird.

In der Rhetorik wird die Allegorie als Stilfigur unter den Tropen (Formen uneigentlichen Sprechens) eingeordnet und gilt dort als fortgesetzte, d. h. über ein Einzelwort hinausgehende Metapher. In der bildenden Kunst und in weiten Teilen der mittelalterlichen und barocken Literatur tritt die Allegorie besonders in der Sonderform der Personifikation auf, in der eine Person durch Attribute, Handlungsweisen und Reden als Veranschaulichung eines abstrakten Begriffs, z. B. einer Tugend oder eines Lasters, agiert. (aus Wikipedia)

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In diesem Oratorium handelt es sich also bei der Allegorie um eine Personifikation der göttlichen Tugenden der Gerechtigkeit, Barhmherzigkeit und des Christgeistes und des Lasters des Weltgeistes, der zur Genusssucht verführen möchte.

Die allegorischen Figuren Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Christgeist debattieren über den das Seelenheil des schlafenden Christen. Dabei geht es um die Frage, wie sie ihn dazu bringen können wieder etwas eifriger zu sein. Besonders versucht der Christgeist die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit anzuflehen ihm zu helfen. Je nach Eigenart lehnen sie auf ihre Weise ab, da sie den „Christ“ für unverbesserlich halten. So beschließen sie nur dem Christen einen Alptraum zu senden, in dem er nur noch einen Tag zu leben und Rechenschaft von seinem Leben abgeben muss. Da er wenig gearbeitet und lieber jedem Genuss hinterher gewandert ist, wird impliziert, dass er nicht sehr gut dabei davon kommt. Von diesem Alptraum erwacht versucht er die Bedeutung dieses Traums zu deuten. Da kommt jedoch die Allegorie des Weltgeistes, um ihn abzulenken und so vom Christgeist wegzuführen. In dem Streit zwischen Weltgeist und Christgeist beschließt der Christgeist sich als Arzt zu verstellen, um ihn zu kurieren, der Weltgeist will den Christen aber von seinem Schrecken durch Vergnügungen verschiedenster Art heilen. Welchen Weg der Christ einschlägt bleibt hier offen. Hier endet der erste Teil.

Nur kurz zum Inhalt des zweiten und dritten Teils, auch wenn sie verschollen sind:

Im zweiten Teil versucht der Christgeist, als Gärtner verkleidet, den lauen Christen zu bekehren. Das Gespräch wird durch den Weltgeist beendet, der den Christen in Versuchung führt einen Betrüger zu erschießen, der ihn um sein Geld und um seine Liebst gebracht hat. Der Christ bleibt standhaft und bringt ihn nicht um. Somit hat er die erste Prüfung bestanden. Durch das Gleichnis mit dem Baum und den Früchten wird dem Christen klar, dass er noch weitere Prüfungen zu bestehen hat.

Im dritten Teil reden Christ und Christgeist vertraulich miteinander, wodurch der Christ voll Reue und Demut hervorgeht. Der Weltgeist versucht den Christen aber neuerlich zu versuchen, was aber diesmal schnell abprallt. Weltgeist und Christgeist debattieren daraufhin sehr lange über Verkleidung und Heuchelei, das in einer Predigt des Christgeists sein Ende findet.

Soweit so gut, jetzt wisst ihr über den Inhalt des ersten Oratoriums von Mozart Bescheid.

In den nächsten Folgen werde ich auch verschiedene Aspekte eingehen, unter anderem auf unser Regiekonzept und die Musik!

Alles Liebe,

Eure Barbara Marie-Louise

2nd English

Dear readers!

Today I tell you about the content of Mozart's first oratorio!

Basically the oratorio consists of five main characters. Four of them are allegorical figures, namely justice, mercy, the Christian spirit, as three allegorical figures symbolizing the Trinity and the world spirit symbolizing the enemy. The only human figure is "The Christian".

Here I would like to briefly explain to you what an allegory is for those who have not heard this term for a long time or perhaps for the first time.

Allegory comes from ancient Greek ἀλληγορία allegoría 'other/veiled language', from ἄλλος állos 'other', 'different' and ἀγορεύω agoreúo'speak forcefully, make a public statement' and ἀγορά agora'Assembly') is a form of indirect statement in which one thing (thing, person, process) is used as a sign of another thing (thing, person, process, abstract term) due to similarity or kinship relations.

In rhetoric, the allegory is classified as a stylistic figure among the tropics (forms of improper speech) and is regarded there as a continued metaphor, i.e. beyond a single word. In the visual arts and in large parts of medieval and baroque literature, allegory occurs particularly in the special form of personification, in which a person acts as an illustration of an abstract concept, e.g. a virtue or a vice, through attributes, modes of action and speeches. (from Wikipedia)