Alessandro Scarlatti - Arie Antiche

July 31, 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

 

 

Wie schon angekündigt, erzähle ich euch heute über einen wunderbaren alten Kompositionsmeister, der auch als Begründer der “Neapolitanischen Schule gilt und im 17./18. Jahrhundert lebte und wirkte. Das bedeutet, dass er in gewisser Weise ein Bindeglied vom Barock zur Klassik bildet. 

 

Alessandro Scarlatti

 

 

 

Der italienische Komponist Alessandro Scarlatti war der Hauptmeister der sog. „Neapolitanischen Schule“. 

Er wurde 2.5.1660 in Palermo in Neapel in Italien geborten und starb am 22.10.1725  in Neapel. Er war Komponist. Schon 1672, also mit 12 Jahren, ging Scarlatti mit seiner Mutter nach Rom, wo er Schüler von Giacomo Carissimi wurde. Seine Kontakte zu den künstlerisch und gesellschaftlich wichtigen Kreisen führten 1678, also mit 18 Jahren, zu Ernennungen zum maestro di cappella in San Giacomo degli Incurabili was er bis 1682 blieb und 1683 also mit 23 Jahren, in San Girolamo della Carità. Nach dem herausragenden Erfolg der komischen Oper Gli equivoci nel sembiante (Rom 1679) war er von 1679-1683 war er Kapellmeister der Königin Christine von Schweden in Rom, von 1684 also mit 24 Jahren, - 1703, also bis 43, Hofkapellmeister der Capella Reale in Neapel, wo er mit Opern- und Oratorienaufträgen für Rom und Florenz/I beauftragt war (in Florenz zählte er zwischen 1690/1706 dem Anschein nach zu den meist gespielten Opern- und Oratorienkomponisten) 1703 war er in S. Maria Maggiore in Rom tätig, wo er sich vermehrt dem Oratorium und der Kirchenmusik widmete (1706 wurde er in die Arcadia aufgenommen und bekam eine Anstellung bei Kardinal Pietro Ottoboni),Er wurde 1708 1. Kapellmeister nach Neapel berufen, wo er, von kürzeren Unterbrechungen abgesehen bis zu seinem Tod blieb. Alessandro Scarlatti starb am 24. Oktober 1725 in Neapel.Er wurde 65 Jahre alt. 

 

Sein Sohn Sein Sohn Giuseppe Domenico (gen. Mimmo): * 26.10.1685 Neapel, † 23.7.1757 Madrid folgte ihm als Komponist und Cembalist nach.

 

Zahlreiche Musiker – u.a. Arcangelo Corelli – reisten zu Scarlatti, um bei ihm zu studieren. Auch Händel war während seines Aufenthaltes in Neapel 1757 von Scarlattis Schaffen beeindruckt. 

Mit Scarlatti beginnt die Epoche der „neapolitanischen Oper“. Er schuf die „italienische“ Ouvertüre (schnell – langsam – schnell), die zur Grundlage der klassischen Sinfonie wurde, und gab der da-capo-Arie mit einem freieren Orchestersatz anstelle der einfachen, Cembalo-gestützten Begleitung ihre endgültige Prägung. 

 

Eine Da Capo Arie ist eine Arie, bei der der erste Teil wiederholte wird. Man könnte das als Arienschema A – B – A sehen. Viele werden das von den meisten Popliedern kenne oder auch vom Jazz, dort wurde diese Form wieder gebräuchlich.

 

Es gibt aber auch einige Stimmen, die heute bezweifeln, ob er wirklich der Begründer der neapolitanischen Schule ist, da er, trotz seiner großen Anzahl an Kompositionen doch hauptsächlich in Italien tätig war. 

Da wir zu dieser Zeit nicht lebten, wissen wir es nicht genau. 

 

Scarlatti hat über 1000 Werke hinterlassen: über 115 Opern, 200 Messen (bis zu zehn Stimmen), etwa 600 Kantaten, eine Johannespassion, Psalmen, Motetten, Madrigale, Serenaden und Orgeltoccaten. In seinen Opern, von denen nur ein kleiner Teil erhalten ist, darunter La Rosaura (1690), Telemaco(1718) und Griselda (1721), wird die Da-capo-Arie und die Dreiteiligkeit der italienischen Ouvertüre zur Regel. 

 

 

 

So viel dazu! Wenn ihr letztes Mal gut aufgepasst habt, dann werdet ihr bemerkt haben, dass „Son tutta duolo“ eine Da-Capo-Arie ist und „Se Florindo e fedele“ über die ich das nächste Mal sprechen werde, ebenfalls. 

 

 

Für heute aber einen wunderschönen Abend, eine gute Nacht oder einen wunderschönen Morgen!

 

Eure

Barbara Marie-Louise Pavelka

 

 

 

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